01. Januar 2018
Christian Puschke zu einem aktuellen Thema:

Wasser!


Die Jahreslosung für 2018 lautet: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Umsonst? Eigentlich kostet doch alles etwas - und wenn es nicht Geld ist, dann Zeit, Engagement, Aufmerksamkeit.

Das Motto der 59. Aktion von „Brot für die Welt“ heißt "Wasser für alle!" Noch 700 Millionen Menschen sind ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Bau von Brunnen, Leitungssystemen, Wasserspeichern und Toiletten wird zusammen mit Partnerorganisationen von „Brot für die Welt“ unterstützt. Das kostet natürlich etwas - und darum sammeln Menschen in vielen Gottesdiensten für „Brot für die Welt“ oder spenden.

Also kostenlos - umsonst - ist das nicht. Oder ist es anders gemeint? Umsonst, im Sinne von „ohne Wirkung“? Das wäre sehr ernüchternd. Alle Bemühungen für andere Menschen sind am Ende umsonst. Sie zeigen keine nachhaltige Wirkung. Hunger und Durst können nicht besiegt werden.

Aber so ist es nicht. Im Prinzip sind genügend Ressourcen da, um allen Menschen sauberes Trinkwasser und ausreichende gesunde Ernährung zu gewährleisten. Wir müssen es nur in ausreichendem Maße wollen.

 Darauf zielt vielleicht die spirituelle Dimension des Bibelverses. Der „Durstige“ kann der Mensch sein, der nach einem sinnvollen, guten, gerechten Leben dürstet. Gott gibt uns von der Quelle zu diesem Leben zu trinken. Das heißt: Er selbst macht unser Leben sinnvoll, gerecht und gut.

Und dann fließt dieses Leben ganz von alleine weiter, hin zu den anderen, hin zu dem Willen, dass es nach Möglichkeit allen Menschen auf dieser Erde gut gehen möge.


Christian Puschke Pfarrer Christian Puschke

Pfarrer der 1. Pfarrstelle


Spechtweg 10
66333 Völklingen
Telefon: 06898 - 29 990 29




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