23. Juli 2026
2025 knapp acht Millionen Euro aus der rheinischen Kirche für Brot für die Welt
Für Brot für die Welt haben 2025 bundesweit mehr Menschen gespendet. Gleichzeitig hat das Entwicklungswerk im vergangenen Jahr rund eine Million weniger Spenden- und Kollektengelder erhalten. Aus dem Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland waren es 7.728.639 Euro. In dieser Summe sind sämtliche Kollekten und Spenden aus dem Kirchengebiet zwischen Niederrhein und Saarland, Aachener Land und dem Oberbergischen enthalten.
„Menschen in Not zu helfen, gehört elementar zu unserem christlichen Glauben. Ich danke herzlich allen Spender/innen, ihre Gaben retten Leben. Besonders jetzt, da in Deutschland wie international bei der Entwicklungszusammenarbeit gekürzt wird, ist jede Spende ein wichtiges Zeichen der Hoffnung – über alle Grenzen hinweg“, sagt Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Jahresbilanz 2025: Weltweit 3000 Projekte gefördert Die insgesamt leicht gesunkenen Spenden, Kollekten und Nachlässe konnten vor allem durch die Mittel der Bundesregierung und des Kirchlichen Entwicklungsdienstes kompensiert werden. Insgesamt standen dem Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit im vergangenen Jahr 341,7 Millionen Euro zur Verfügung. Brot für die Welt hat 2025 weltweit rund 3000 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren wieder Afrika und Asien. 89,8 Prozent der verwendeten Mittel – 293,9 Millionen Euro – hat Brot für die Welt für die Programmarbeit ausgegeben; im Fokus standen Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden gut zehn Prozent der Mittel eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet diesen Anteil an den Gesamtausgaben als angemessen.
Kürzungen schränken Entwicklungsarbeit künftig ein Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zeigen sich noch nicht in den im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellten Mitteln. Trotzdem schränken die angekündigten Kürzungen schon jetzt die langfristige Arbeit des Werkes ein, da weniger neue Partner gefördert werden können und Projekte weltweit auslaufen werden.
Brot für die Welt setzt sich als Nichtregierungsorganisation und Werk der evangelischen Kirchen für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1600 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.