06. Oktober 2018
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Muss Demokratie so sein?


Zugegebenermaßen geht mir Demokratie auch manchmal auf die Nerven. Ich meine damit nicht die Tatsache, dass im Moment in Europa immer mehr Menschen rechts wählen. Das ist nicht gut, aber so ist es eben.

Was mich mehr ärgert ist, dass in der Hoffnung auf kurzfristige Erfolge immer wieder neu Positionen aufgegeben werden. Dass in der Hoffnung auf kurzfristige Wahlerfolge langfristige Ziele zweitrangig werden.

Da war es mal wichtig, dass Frieden weiterentwickelt werden. Frieden, der nur dort entstehen kann, wo Menschen sich begegnen und voneinander lernen. Stattdessen Abgrenzung, Angst vor Allem, was die eigene Position in Frage stellen kann.

Da war es mal wichtig, den Klimawandel zu begrenzen, Umweltkatastrophen zu verhindern. Stattdessen kommen faule Kompromisse mit der Automobilindustrie, weiter Kohlekraftwerke und kein wirklicher Fortschritt, der kostet: Geld und Wählerstimmen, aber der die Zukunft verheißen könnte.

Manchmal wünsche ich mir Politikerinnen und Politiker, die mutiger und zukunftbewusster agieren. Und manchmal denke ich: Der Fehler liegt bei den Wählerinnen und Wählern. Oder im System Demokratie.

Aber manchmal spüre ich auch, wie gut das tun kann: Mitreden, mitbeeinflussen, mitwählen.

 

Losung für Samstag, den 6.10.2018:

Halleluja! Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen im Rate der Frommen und in der Gemeinde. Psalm 111,1

Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Kolosser 3,16

 

Im evangelischen Gesangbuch steht ein Gebet 880:

Herr Jesus Christus!

Du hast uns gelehrt, unsere Feinde zu lieben und für unsere Verfolger zu beten.

In dieser Welt aber will die Sprache des Hasses und der Drohung nicht verstummen.

Hilf uns, wirksam für den Frieden und für Gerechtigkeit unter den Völkern einzutreten.

Bewahre alle, die Waffen tragen, und alle, die über Waffen befehlen, vor den Versuchungen der Macht.

Gib, dass sie Frieden halten und dem Frieden dienen.

Lass das Zeugnis derer Gehör finden, die sich aus Gründen des Gewissens weigern, eine Waffe zu tragen:

Gib, dass durch ihr Beispiel der Wille zur friedlichen Verständigung in der ganzen Welt wächst.

Lenke unsere Herzen und Sinne, dass wir uns auch in Streitfragen als deine Brüder und Schwestern erkennen.





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