04. August 2018
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Zaubern können.


In St. Wendel ist Straßenzauberei angesagt. Viele nationale und internationale Zauberer treten auf und viele Zuschauerinnen und Zuschauer sind fasziniert. Ich finde das schön, wenn Menschen sich einlassen auf Gaukelei und Hokuspokus, vor allem, wenn das so gekonnt gemacht wird.

Wenn Menschen sich mitnehmen lassen in eine Welt wo Dinge aus dem Nichts auftauchen, ins Nichts verschwinden und Illusionen erzeugt werden, die Spaß machen.

Wir brauchen so etwas, um wirklich zu leben. Träume, dass die Welt auch ganz anders sein kann. Die Hoffnung, dass Dinge verschwinden oder auftauchen.

Wir brauchen zum Beispiel aktuell den Traum, dass wir den Klimawandel noch aufhalten können, dass allein durch die Kraft unserer Phantasie die Zahl der Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe minimiert wird, kaum noch jemand Auto fährt.

Wir brauchen den Traum von einer besseren Welt und wir brauchen Menschen, die uns zeigen, dass Illusionen schön sind und Spaß machen.

Und wir brauchen dann auch die Taten von Menschen, die ihren ökologischen Fußabdruck beachten

 

 

Losung für Samstag, 4.August:

In Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt. Hiob 12,10

Keiner von uns lebt für sich selbst, und keiner stirbt für sich selbst. Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Römer 14,7-8

 

Im evangelischen Gesangbuch steht ein Gebet (881):

Vater, wir preisen dich für die ganze Schöpfung,
das Werk deiner Hände,
die Wärme der Sonne,
die Lebenskraft des Wassers,
die Fruchtbarkeit der Erde,
die Schätze der Tiefe,
das Glück der Menschen,
dass sie durch die Generationen vor dir leben dürfen.

Wir preisen dich, weil es bei dir keine Armut,
keinen Mangel und keinen Geiz gibt.

Deine Hand gibt reichlich für alles,
was vor uns lebte und was heute lebt.

Vater, wo du reich bist an Erbarmen,
da sind wir arm an Liebe und Gerechtigkeit.

Unzählige deiner Kinder hungern,
weil wenige zusammenraffen und verschwenden.

Der Geist der Feindschaft in unseren Herzen
bedroht alles Leben, das du geschaffen hast,
tagtäglich wird deine Schöpfung ärmer
an Pflanzen und Tieren,
vernichtet durch unsere Überheblichkeit.

Vater, gib uns ein neues Herz,
fähig zur Liebe und zum Respekt gegenüber allem,
was mit uns aus deiner Schöpferhand gewachsen ist.

Gib uns den Geist deines Sohnes,
der uns in den Lilien auf dem Felde
und den Vögeln unter dem Himmel
deinen Willen offenbarte.





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