15. Januar 2022
Andrea Lermen zu einem aktuellen Thema:

Was die Seele braucht …


Am kommenden Sonntag beginnt die Tagung der 75. Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Aus den beiden saarländischen Kirchenkreisen Saar-Ost und Saar-West nehmen neben den beiden Superintendenten sechs Delegierte aus den Kreissynoden und zwei berufene Mitglieder teil.

Auch in diesem Jahr 2022 findet die Landessynode wieder digital per Videokonferenz statt. Das heißt für uns Delegierte: zuhause oder im Büro am Schreibtisch vor dem Computer oder Laptop sitzen, in der Regel zwischen 8 und 22 Uhr mit kurzen Unterbrechungen, mit Kopfhörern auf den Ohren und die anderen Teilnehmenden nur über kleine Kästchen sehen. Das bedeutet verspannte Muskeln, schmerzende Rücken und gereizte Augen und ab und an eine Katze auf dem Schoß und die Tasse mit Kaffee oder Tee neben der Tastatur. So ist das.

Aber mithilfe der Computertechnik ist es immerhin möglich, die Tagung dennoch durchzuführen, mit minimalem Kontakt - außer im Landeskirchenamt in Düsseldorf, wo sich die Kirchenleitung mit den Ausschussvorsitzenden trifft.

Die Pandemie ist eben noch nicht zu Ende. Gerade heißt die Virusvariante Omikron. Der langjährige Tagungsort Bad Neuenahr ist noch von den Überflutungen im Sommer schwer gezeichnet und wäre auch ohne Pandemie nicht in der Lage, mehr als 200 Menschen gastfreundlich zu beherbergen.

Auf diesem Hintergrund wirkt das diesjährige Schwerpunktthema „Seelsorge“ wie eine Zeitansage. „Seelsorge ist die Muttersprache unserer Kirche, gelebtes Evangelium und Ausdruck der Zuwendung Gottes. Unsere Kirche möchte seelsorglich Kirche sein - nahe bei Gottes Wort und nahe bei den Menschen.“ So wurde es schon vor elf Jahren auf einer Tagung der Landessynode beschrieben und beschlossen.

Aber wie können wir es schaffen unter den veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen, weiterhin seelsorgliche Kirche zu sein? Wie kann Seelsorge für die Menschen im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland auch zukünftig als kirchliche Begleitung des Lebens in seinen Höhen und Tiefen erfahrbar sein?

Sicher ist: es geht nur zusammen mit anderen. Und dafür müssen wir gemeinsam Antworten finden auf die Fragen:
Für wen wollen und können wir wo, wie, mit wem seelsorglich da sein? Was wollen wir gestalten? Was wollen wir lassen? Was können wir vielleicht auch wem überlassen?
Vielleicht merken Sie, die Landessynode braucht dringend ihre Fürbitte, ihre ganz persönliche und die in den Gottesdiensten und Ihre guten Ideen vor Ort.

 

Und falls Sie mehr wissen wollen: https://landessynode.ekir.de/thema/ls2022-dokumente/

Es gibt auch Livestreams auf dem YouTube-Kanal unter: https://www.youtube.com/user/EKiRInternet/videos





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